Prototypingphase 2018

Schon bald wollen wir hier unsere beiden neuen Roboter für die Saison 2018 vorstellen – die diesjährige Konstruktionsphase ist nämlich schon beinahe abgeschlossen! Doch zunächst sollen die Ergebnisse unserer Prototypingphase Erwähnung finden. Vielleicht findet sich der ein oder andere Mechanismus auch in den beiden Robotern wieder?

Seit Veröffentlichung der Regeln im Oktober waren wir damit beschäftigt, uns neue Varianten für die Umsetzung der Aufgaben für das Thema „Robot Cities“ zu überlegen. Dabei sind viele verschiedene Ideen heraus gekommen, wobei einige mehr und andere weniger ernst gemeint waren. Auf jeden Fall hatten wir großen Spaß dabei, endlich wieder kreativ zu werden.

Außerdem haben wir seit heute  Dank der freundlichen Unterstützung von Krokodilhaus eine wunderschöne bedruckte Spielplatte, sodass unsere Programmierer sofort loslegen können, um die TURAG-eigene Farbometrie zu kalibrieren.

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Eurobot 2018 – Robot Cities

Unter dem Motto „Robot Cities – built a better world“ gilt es für uns auch in diesem Jahr wieder zwei Roboter zur Teilnahme am Eurobot zu entwerfen. Die Entwicklung ist schon in vollem Gange, zunächst aber etwas zu den diesjährigen Aufgaben:

Neues Thema: Robot Cities

Wie immer treten beim Eurobot zwei Teams mit jeweils bis zu zwei Robotern auf dem bekannten 2x3m Feld gegeneinander an, die Teamfarben sind Orange und Grün. Das Setting gibt dieses Jahr vor, dass die Roboter Städte errichten und dabei besonders auf ihre Umwelt achten müssen.

Die Wettbewerbsumgebung in dieser Saison

 

Für die Roboter selbst gibt es zwei wesentliche Aufgaben:

Beipiele für „Häuser“ im Hintergrund das „Home automation panel“

1. Die in 5er Kombinationen auf dem Feld verteilten Würfel stellen Baumaterial zum Errichten von Häusern dar (zum Beispiel sind blaue Würfel Solarmodule). Die Würfel müssen entsprechend vom Roboter aufgesammelt und zu einem Turm gestapelt in der Bauzone am oberen Ende des Spielfelds abgestellt werden, je höher das Haus desto besser. Wie genau Häuser aufgebaut werden müssen ändert sich jede Runde, die aktuelle Vorgabe muss der Roboter anhand des am Rand angebrachten Farbcodes erkennen und in seinen Bauwerken entsprechend umsetzen.

2. Es müssen Wasserbehälter am Rand des Spielfelds geleert und das Wasser in die richtigen Behälter umgefüllt werden. Echtes Wasser gibt es dieses mal nicht, dafür dienen Schaumstoffbälle als Ersatz. Die Bälle in der Farbe des konkurierenden Teams stellen Abwasser dar und müssen am vorderen Tischende in eine Kläranlage entladen werden, von dort kann sie der gegnerische Roboter dann wieder einsammeln, schließlich hat das Wasser in seinem Fall die eigene Teamfarbe und ist somit „sauber“. Nutzbares Wasser, also Bälle der eigenen Teamfarbe, müssen in die großen Wassertürme am oberen Ende der Wettkampfplatte entladen werden. Schwierig ist hierbei die Höhe der Öffnungen 400mm oberhalb des Tisches, die Bälle müssen deshalb vom Roboter aus abgeschossen werden.

Neu sind in diesem Jahr zwei zusätzliche Aufgaben:
Jedes Team muss ein „Home automation panel“ entwerfen, dass nur eigens entwickelte Elektronik enthalten darf und über einen Schalter am oberen Ende der Platte vom Roboter aktiviert wird. Bei der Umsetzung dieses Panels sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Außerdem verfügt jedes Team über eine Biene. Diese muss rein mechanisch sein und darf keine elktronischen Bauelemente enthalten. Die Biene wird von einem Roboter aktiviert und muss dann selbstständig auf dem schmalen Rand am unteren Ender des Spielfeldes entlang fahren um vor Beendigung des Spiels die „Blume“ in Form eines Ballons zu erreichen und diesen platzen zu lassen.

Übersicht über alle Spielelemente

Außerdem gibt es einige Neuerungen bei den Gegnererkennungssystemen und anderen Vorschriften, dazu kommen wir im Laufe der Saison noch.

EB18_Regeln_Stand_18.10.17

Sommeruniversität 2017

Während die meisten Studenten noch in der Prüfungsphase stecken und die kommenden Semesterferien kaum erwarten können, verschlägt es in den Sommerferien immer wieder einige Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland an die TU Dresden um an der „Sommeruniversität“ teilzunehmen. Dabei können Interessierte eine Woche lang Einblicke in das Studium der MINT-Fächer erhalten und gleichzeitig mit Studierenden in Kontakt kommen.

 


Auch die TURAG führt einen der zahlreichen angebotenen Workshops durch. Bei uns geht es natürlich wenig überraschend um das Thema Roboter. So haben interessierte Schülerinnen und Schüler an den letzten beiden Donnerstagen von uns einen kurzen Einblick in das große Forschungsgebiet der Robotik erhalten. Neben einem sehr breit gefächerten Vortrag gab es natürlich auch einen Teil unserer eigenen Arbeit live und in Farbe zu sehen. Nach diesem eher passiven Teil folgte noch die Praxis, dabei durfte ein einfacher Musikplayer, bestehend aus einem IC, einigen THT Bauelementen und einem kleinen Lautsprecher auf Lochrasterkarte gelötet werden. Einen ganzen Roboter schafft man an nur einem Nachmittag nunmal leider nicht.

Auch wir haben am Abend dann noch die Möglichkeit genutzt uns in gemütlicher Atmosphäre und bei gutem Essen beim Stura mit den Schülern über Fragen, Vorstellungen und Wünsche bezüglich des Studiums auszutauschen.

 

125 Jahre VDE Dresden

Am Mittwoch waren wir bei der Festveranstaltung „125 Jahre VDE Dresden“ zu Gast. Wir haben dazu unsere Wettbewerbsplatte im Hilton Hotel Dresden aufgebaut und die beiden Roboter aus dem Jahr 2017 vorgestellt. Es fand ein reger Austausch und viele anregende Gespräche mit den anwesenden Gästen statt. Außerdem konnten wir auch einige nützliche Tipps mit nachhause nehmen.

Auch bei der nächsten Jubiläumsfeier sind wir gerne wieder dabei.

Abschluss der Saison 2017

Die Eurobot Saison 2017 ist vorbei, der Mond wurde erfolgreich besiedelt. Aber von vorne:

Wie im letzten News Beitrag beschrieben haben wir beim Deutschen Wettbewerb den 3. Platz belegt und uns damit für den internationalen Wettbewerb in La-Roche-Sur Yon qualifiziert.

Alle deutschen Teams und unsere Gäste aus der Schweiz
Scotty und Kirk nach dem deutschen Wettbewerb
Kirk mit seinen zwei neuen Greifern

Danach folgten für uns noch drei intensive Wochen zur Vorbereitung auf Frankreich. Scotty wurde Antriebsseitig optimiert um die starken Regelungsprobleme, die uns dazu bewegt hatten beim deutschen Wettbewerb nur einen Roboter zu nutzen, zu beheben. Kirk erhielt noch zwei weitere Aktoren, die nicht rechtzeitig zum deutschen Wettbewerb fertig geworden waren, um damit Lunar-Module zu sammeln und entsprechend ihrer Farbe korrekt zu drehen. Das ausladen der eingesammelten Styroporbälle haben wir mit einigen Tricks soweit verbessert, dass die Bälle in den Korb geschossen werden konnten ohne nochmal zurück über die Wippe fahren zu müssen. Außerdem wurde viel getestet und optimiert.

Die Turag hat es in eine französische Zeitung geschafft

Der  internationale Eurobot fand in diesem Jahr gemeinsam mit dem Coupe de France in La-Roche-Sur Yon statt. Insgesamt waren bei dem Event damit über 200 Teams begeistereter Roboterbauer anwesend. Dadurch boten sich zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch mit anderen Teams. Die Fahrt war recht lang und von einigen Komplikationen geplagt, umso schöner dann natürlich das Ankommen und erstmalige betreten der prall mit Robotern gefüllten Hallen. Unsere ersten Testspiele sorgten aber leider zunächst für Ernüchterung. Unsere Roboter vertrugen sich auf dem Spielfeld nicht mehr und behinderten sich stattdessen gegenseitig, Grund für die Probleme war ein defektes Bluetooth-Modul. Die ersten beiden Vorrunden musste Kirk deshalb, wie schon zum deutschen Wettbewerb, leider allein bestreiten. Zwei durchprogrammierte Nächte zahlten sich später allerdings aus, das Problem konnte anderweitig gelöst und beide Roboter eingesetzt werden, um mehr Punkte in den Qualifikationsrunden zu sammeln. Nach den Vorrunden lagen wir als bestes deutsches Team auf Platz 14 in der Gesamtwertung und waren damit für die Finalrunden qualifiziert. In der ersten K.O. Runde schieden Scotty und Kirk leider gegen das serbische Team M41+ aus. Die Serben kämpften sich danach noch weiter nach vorne und belegten hinter dem Sieger RCVA aus Frankreich schlussendlich den zweiten Platz.
Auch dieses mal war der Abschluss des Eurobots wieder eine wertvolle Erfahrung für unser Team. Der Austausch mit anderen hat einige neue Ideen geliefert, der Wettbewerb selbst hat gezeigt unserer diesjährigeni Konzepte funktionieren und welche nicht.

Es gab auch in diesem Jahr wieder einen kleinen Hinweis auf die Regeln für die Saison 2018: „Robot Cities“.  Es soll darum gehen mit Robotern Städte zu bauen und dabei besonders dynamisch auf Umwelteinflüsse und die umgebende Natur zu achten. Außerdem Soll das Spielfeld ein wenig abgewandelt und ein weiteres Bakensystem eingeführt werden, wodurch sich die Auswertung dessen was auf dem Feld passiert verbessern lässt. Näheres dazu erfahren wir dann aber Ende September.

Die Vorrunden im Livestream

Die Finalrunden im Livestream

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3. Deutscher Platz

Wir haben gestern den dritten Platz im deutschen Eurobot Wettbewerb 2017 erreichen können und haben uns damit für den internationalen Wettbewerb in Frankreich qualifiziert!
Unter den drei besten Teams war auf dem zweiten Platz das Gast-Team RCR (Schweiz) und auf dem ersten Platz der RCA (Aachen)

Als Ausrichter des Wettbewerbes möchten wir uns herzlich bei allen teilnehmenden Teams und Besuchern für den reibungslosen Ablauf unserer ersten großen, ausgerichteten Veranstaltung bedanken.

Wir arbeiten jetzt weiter an unseren beiden Robotern, damit diese für uns im internationalen Finale noch mehr herausholen können.

Nicht zu vergessen ist das CRT – Crash Racing Team, welches auf dem TURAG-Roboter „Crash“ aus den Eurobot-Jahren 2014 und 2015 basiert und durch die Technik-Demonstration eindrucksvoll zeigen konnte, dass sich ROS allein mit seinen Bordmitteln für den Betrieb von Eurobot-Robotern eignet.

Link zur Informationsseite des Wettbewerbes

Endspurt

In 10 Tagen ist der deutsche Wettbewerb und unsere Roboter Scotty und Kirk müssen zeigen was sie können. Für uns bedeutet das jetzt nochmal Vollgas zu geben.

Scotty sammelt auf unserer Testplatte schon fleißig Punkte, während Kirk noch den letzten Schliff erhält. Es gibt auf jeden Fall noch jede Menge Raum für Feintuning, so dass uns in den nächsten Tagen sicher nicht langweilig wird.  Im Laufe der Woche bekommen die beiden dann auch noch ihre Außenbleche inklusive Sponsorenlogos, zum testen ist das ganze leider meistens eher unpraktisch.